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Auszug aus dem Abschlussbericht:

 

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Fachzentrum Bienen wurde eine Bewertung unserer Produkte PIGROL Beutenschutz-Lack und PIGROL Beutenschutz-Lasur auf die Verträglichkeit von Bienen durchgeführt. Die folgenden Ausführungen stellen eine Zusammenfassung auf Basis des Abschlussberichtes zu diesem Forschungsvorhaben dar.

 

Labortests

In den Labortests wurden Bienen unter kontrollierten Bedingungen mit den Anstrichen in Kontakt gebracht. Ziel dieser Labortests war, die Mortalitätsrate und das Verhalten der Tiere zu beobachten und zu dokumentieren.

 

 

(Bildquelle: LWG Veitshöchheim)

 

Lebensdauertest

Es wurden Versuchskäfige aus Edelstahl mit jeweils 50 Jungbienen besetzt und die Rückwand des Käfigs mit einem Holzplättchen (5 x 7 cm) ausgestattet. Die Holzplättchen sind nach Anwendungsempfehlung des Herstellers zweimal mit den Produkten PIGROL Beutenschutz-Lack sowie PIGROL Beutenschutz-Lasur behandelt worden und konnten vor Verwendung 18 Stunden trocknen. Als Kontrolle dienten Käfige mit unbehandelten Holzplättchen und Käfige mit Holzplättchen, die einen Überzug aus reinem Bienenwachs erhalten haben. Eine Prüfgruppe erhielt Plättchen, die mit einem schwach-insektiziden Anstrich (Negativkontrolle) versehen wurden. Für die Behandlungsvariante wurden 10 Käfige eingerichtet und über 3 Wochen beobachtet. Die Käfige wurden im Brutschrank bei 27 °C aufgestellt und mit Futter ad libitum versorgt. Die Mortalität wurde im Abstand von 2 Tagen erfasst, indem die Anzahl toter Bienen im Käfig gezählt wurde. Tote Tiere wurden entfernt. Bei jeder Kontrolle wurde das Verhalten der Tiere beobachtet und Auffälligkeiten notiert. Nach 9 Tagen lag die mittlere Mortalität in allen Prüfgliedern unter 5 %. Es konnten zu diesem Zeitpunkt keine statistischen Unterschiede ermittelt werden. Aufgrund der geringen Mortalität wurde die Beobachtungszeit von 21 Tagen auf 25 Tage erweitert, wobei Unterschiede auftraten. Die Mortalität nach 21 und 25 Tagen ist bei der PIGROL Beutenschutz-Lasur im Vergleich zum Prüfglied Negativkontrolle signifikant geringer, beim PIGROL Beutenschutz-Lack ist der Unterschied nur nach 21 Tagen statistisch abzusichern.

 

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Mortalität der Prüfglieder PIGROL Beutenschutz-Lasur und PIGROL Beutenschutz-Lack zu keinem der drei Zeitpunkte gegenüber der unbehandelten Kontrolle, der Negativkontrolle oder auch der Prüfvariante mit Bienenwachs signifikant erhöht ist.

 

 

(Bildquelle: LWG Veitshöchheim)

 

Kontakttest

In einem Kontakttest wurden kleine Mengen der Produkte einzelnen Bienen direkt auf den Thorax appliziert. Als Kontrolle dient hier ein Zeichenstift, der in der Königinnenzucht für die Markierung von Königinnen verwendet wird. Die Negativkontrolle entspricht dem gleichen Produkt wie im Lebensdauertest. Für diesen Versuch wurden zunächst 20 Jungbienen in Käfige eingesetzt und 24 Stunden im Brutschrank gehalten. Jedes Prüfglied bestand aus fünf Käfigen mit jeweils 20 Bienen. Am Folgetag erhielten die Tiere Einzelapplikationen auf den Thorax. Für die Applikation ist eine kurzzeitige Betäubung der Bienen durch Abkühlung erforderlich, da die Tiere sich sonst putzen und die feuchte Farbe Antennen und Flügel verklebt. Im Anschluss an die Applikation werden die Tiere wieder in die Käfige gesetzt und analog zum Lebensdauertest beobachtet, wobei die Beobachtungszeit auf 15 Tage verkürzt wurde, da die Verkleinerung der Gruppengröße sich in der Regel auf die Lebensdauer der Tiere auswirkt. Um den Einfluss der Abkühlung zu erfassen wurde eine zusätzliche Käfiggruppe eingerichtet, in der die Bienen nur abgekühlt wurden. Im Kontakttest starb der überwiegende Anteil der toten Tiere in den ersten 72 Stunden nach Applikation. In allen Prüfgliedern, mit Ausnahme der Negativkontrolle, liegt die Mortalität nach 15 Tagen unter 50 %. Die Mortalität im Prüfglied „PIGROL Beutenschutz-Lack“ entspricht der Größenordnung bei Verwendung eines Zeichenstiftes. Signifikante Unterschiede zwischen „PIGROL Beutenschutz-Lack“ und den anderen Prüfgliedern sind ausschließlich im Vergleich zur Negativkontrolle festzustellen, welche eine deutlich höhere Mortalität (mehr als 80 %) aufwies.

 

Die Mortalität im Prüfglied „PIGROL Beutenschutz- Lasur“ ist im Vergleich zum „PIGROL Beutenschutz- Lack“ etwas erhöht, liegt aber im Mittel unter der Negativkontrolle. Die Unterschiede zur Negativkontrolle sind nach 72 Stunden signifikant, nach 15 Tagen allerdings nicht mehr. Gegenüber der unbehandelten Kontrolle ist die Mortalität bei der Variante „PIGROL Beutenschutz-Lasur“ erhöht, aber nicht signifikant.

 

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Applikation beider Anstriche – PIGROL Beutenschutz- Lack und PIGROL Beutenschutz-Lasur – auf den Thorax der Tiere im Vergleich zu einem in der imkerlichen Praxis angewendeten Zeichenstifts keine negativen Auswirkungen hatte.

 

 

(Bildquelle: LWG Veitshöchheim)

 

Freilandversuch

Für den Freilandversuch wurden unbehandelte Bienenkästen mit den beiden Anstrichen versehen. Um mögliche Effekte deutlich nachweisen zu können, wurden die Kästen entgegen der imkerlichen Praxis sowohl von innen als auch von außen gestrichen. Als Kontrolle wurden Kästen ohne Anstrich genutzt. Die Kästen wurden Mitte September 2010 mit Jungvölkern besetzt und die Beuten mit Totenfallen ausgestattet. Diese Totenfallen ermöglichen eine Erfassung der Mortalität im Bienenvolk. Die Totenfallen wurden im Herbst 2010 über mehrere Wochen kontrolliert. In den Totenfallen konnten keine Auffälligkeiten zwischen den Anstrichen und der Kontrolle dokumentiert werden. Im Frühjahr 2011 wurden mögliche Effekte auf die Brut überprüft, indem die Brutmortalität bestimmt wurde. Dazu wurden an allen Völkern Folienprotokolle angefertigt. Im Rahmen der Folienprotokolle werden mind. 100 Brutzellen individuell markiert und die Entwicklung der Brut bis kurz vor dem Schlupf verfolgt. Sowohl zu Versuchsbeginn, als auch im Frühjahr konnten weder in der Bienenzahl, noch im Umfang des Brutnests (= Anzahl Brutzellen) Unterschiede festgestellt werden.

 

Zusammenfassung

Die getesteten Produkte PIGROL Beutenschutz-Lack und PIGROL Beutenschutz-Lasur zeigten weder in Labor- noch in Freilandversuchen negative Effekte auf Honigbienen. In den Laborversuchen zur Lebensdauer konnten keine Unterschiede im Vergleich zu unbehandelten Kontrollen nachgewiesen werden. Eine direkte Applikation der Produkte auf den Körper von Bienen führte zu einer Mortalitätsrate, wie sie auch bei der Verwendung von Zeichenstiften für Königinnen auftrat. Bienenvölker, die in behandelten Beuten unter praxisnahen Bedingungen gehalten wurden, wiesen im Vergleich zu Völkern in unbehandelten Beuten eine vergleichbare Volksentwicklung auf und es wurde weder ein erhöhter Totenfall am Flugloch noch eine erhöhte Brutmortalität beobachtet.

 

der komplette Bericht als Download: